Home     Kontakt    Suche:     Go  
Fachkreis

Startseite  > Morbus Parkinson

Morbus Parkinson

Vor sieben Jahren erhielt Gerhard M. von seinem Neurologen die Diagnose Parkinson. Damals wusste er noch nicht, was dies für ihn selbst und sein Leben bedeutet. Er hatte nur einen Gedanken: Dies ist das Ende! Doch dank vielfältiger Informationen und der Hilfe seiner Angehörigen und Freunde hat er sein Leben heute wieder im Griff.

Die Informationen für Betroffene - aber auch Angehörige und Interessierte - auf dieser Seite sollen dazu beitragen, dass sich alle Beteiligten besser auf die Krankheit einstellen können.

Die Parkinson-Krankheit zählt zu den Erkrankungen des Nervensystems. Zwar gibt es noch immer keine Heilungsmöglichkeit, aber es gibt heute wirksame Medikamente und Therapien gegen viele begleitende Beschwerden.

Welche Ursachen letztlich zu dieser Krankheit führen, ist noch ungeklärt. Andererseits sind heute die entscheidenden krankhaften Vorgänge bekannt, die bei Morbus Parkinson im Gehirn auftreten: In bestimmten Gebieten des Gehirns ist die Informationsübertragung zwischen den Nervenzellen gestört. Diese Informationsübermittlung erfolgt durch Botenstoffe wie das Dopamin. Bei der Parkinson-Krankheit ist der Botenstoff Dopamin im Gehirn stark verringert, andere Botenstoffe hingegen sind deutlich erhöht.

Das Ungleichgewicht der Botenstoffe im Gehirn samt gestörter Informationsübertragung hat Auswirkungen auf die Körperbewegungen: Sie können verlangsamt oder sogar sehr deutlich abgeschwächt sein. Auffälligstes äußeres Anzeichen ist ein Zittern, häufig an Händen und Füßen, das in körperlicher Entspannung auftritt und bei Bewegung wieder verschwindet. Dieses "Ruhezittern" können die Betroffenen trotz größter Willensanstrengung nicht unterdrücken.
James Parkinson, ein englischer Arzt und Apotheker, ist der Namensgeber der Krankheit. Er wurde 1755 in Hoxton, einem Londoner Vorort, als Sohn eines praktischen Arztes geboren. Im Jahre 1817 beschrieb er die Krankheit in der Monographie „An Essay on the Shaking Palsy“ (Eine Abhandlung über die Schüttellähmung). Allerdings handelt es sich bei der Erkrankung nicht um eine Lähmung im eigentlichen Sinn, sondern – wie man heute weiß – um Folgen der Störung bei Botenstoffen im Gehirn.

Die Parkinson-Krankheit entwickelt sich langsam und schreitet über Jahre hinweg fort. Nicht alle Betroffenen haben die gleichen Krankheitszeichen. Außerdem können beispielsweise die Bewegungsstörungen oder das Ruhezittern von Fall zu Fall unterschiedlich stark ausgeprägt sein. Sogar beim einzelnen Betroffenen können Auftreten und Ausprägung der Krankheitszeichen im Tagesverlauf schwanken. Insgesamt aber ist die Lebensqualität stark beeinträchtigt.

Die wohl bekannteste von Parkinson betroffene Persönlichkeit war Papst Johannes Paul II. Weitere bekannte Parkinson-Kranke sind etwa der Boxer Muhammed Ali oder der Schauspieler Michael J. Fox.

Auf den folgenden Seiten finden Sie zahlreiche Informationen zur Parkinson-Krankheit, neben neuen Forschungsergebnissen auch lang bekannte Tatsachen. Wir möchten Ihnen außerdem praktische Tipps für den Alltag geben. Sollten Sie darüber hinaus weitere Fragen haben, die auf dieser Website nicht beantwortet werden, finden Sie Hilfe beim Bundesverband der deutschen Parkinson Vereinigung dpv.
Dieser Artikel war für mich...
   sehr hilfreich
   teilweise hilfreich
   unbrauchbar
Absenden
   Seite bewerten
      © Boehringer Ingelheim Pharma GmbH & Co. KG 1997-2012. Alle Rechte vorbehalten.
Impressum | Nutzungsbedingungen
Boehringer Ingelheim